StartWelpenfutter?

Welpenfutter - notwendig?

Einige Züchter empfehlen Welpenfutter bis drei Monate, andere bis 12 Monate. Was stimmt? Oder braucht ein Welpe überhaupt Welpenfutter? Für das Wachstum ist Kalzium ein wichtiger Inhaltsstoff wird in der Begründung für eine spezielle Welpennahrung angebracht. Für optimalen Knochenaufbau sollten zwischen zwei und vier Gramm Kalzium pro 1000 Kilokalorien (kcal) im Futter enthalten sein.
Aber, kleinere und auch größere Mengen des Mineralstoffes können für Welpen schädlich sein! Und genau hier "liegt der Hund begraben". Sprechen wir allgemein von Welpen? Münsterländer-Welpen wachsen beispielsweise viel schneller als ChowChow-Welpen. Für welche Rasse ist das Futter nun geeigent und bis welchen Lebensmonat? Vieles was an Fertigfuttern angeboten wird ist an Kalzium und anderen Zusätzen überdosiert, gerade bei großen Hunden mit fatalen Folgen. Die Natur hat jedenfalls weder Welpen- noch Juniorfutter vorgesehen.

Kein wildlebendes Tier erhält spezielles Welpenfutter. Es ist eine Erfindung der Industrie. Es ist ratsam hochwertiges, naturbelassenes Biofutter zu füttern. „Biologisch“ heißt nicht nur natürliche bzw. naturbelassene Nahrung sondern „Nachhaltigkeit“ bzw. „Ganzheitlich“. Man muss nicht noch supplementieren (also Nahrungsergänzungspräparate hinzufügen) und ernährt sich trotzdem hochwertig, aber sparsam.


Die vielen Wachstumsstörungen und Allergien sind eher eine Folge von zuviel denn zuwenig Supplementierung. Wenn das Grundfutter stimmt und gut verwertet wird, dann holt sich der Körper was er braucht. 

Im Welpenfutter sind viele Zusatzstoffe enthalten, die das Wachstum fördern. Dieses schnelle Wachstum kann zu Schädigungen des Knochenbaus sowie auch des Herzens führen.

Solange der Hund gut aussieht, das Fell glänzt und er munter ist, braucht er kein besonderes Welpenfutter.

Und hier einige Empfehlungen des Tierärztlichen Instituts für angewandte Kleintiermedizin für die Fütterung von Junghunden:

  1. Das Futter sollte insbesondere bei grossen Rassen nicht zur freien Verfügung gegeben werden. Eine verhaltene Fütterungsintensität ist nach heutigen Erkenntnissen optimal, der Junghund sollte selbstverständlich nicht "grossgehungert" werden.

  2. Die Zusammensetzung des Futters sollte in Relation zum Energiegehalt ausgewogen sein. Nicht nur Mangel, sondern auch Überschuss kann bei einigen Nährstoffen problematisch sein. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist sowohl mit kommerziellen Futtermischungen als auch durch Eigenmischungen möglich.

  3. Bei Verwendung eines kommerziellen Alleinfutters für Junghunde sollte eine zusätzliche Gabe von Mineralstoffen oder Vitaminen auf jeden Fall unterbleiben, bei Gabe von Eigenmischungen sind vitaminierte Mineralfutter- fast immer- unerlässlich.

Erkrankungen, bei denen es deutliche Hinweise dafür gibt, dass sie durch eine zu reichhaltige Zufuhr von Energie und Kalzium mit verursacht werden können, sind die Hüftgelenkdysplasie, der isolierte Processus anconaeus, der frakturierte Processus coronoideus, die hypertrophe Osteodystrophie, die Osteochondrosis dissecans, die eosinophile Panostitis sowie Gliedmassenfehlstellungen.

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